Das ist geplant

Der Bau- und Liegenschaftsbetrieb NRW (BLB) hat im Jahr 2006 ein bedeutendes Projekt zur Modernisierung und perspektivischen Entwicklung von Universität Bielefeld und Fachhochschule Bielefeld begonnen. Mit dem Hochschulcampus Bielefeld wurde eines der wesentlichen Projekte in der deutschen Hochschullandschaft initiiert. Dadurch wird die Wettbewerbsfähigkeit des Hochschulstandortes Bielefeld national wie international deutlich gestärkt.

Die Zielplanung, die die kommenden Jahre bis 2025 umfasst, sieht eine abschnittsweise Grundsanierung des in den 1970er Jahren entstandenen Universitätshauptgebäudes vor. Diese Sanierung und Modernisierung bereitet der BLB in seiner Verantwortung als Eigentümer und Bauherr vor. Hierzu ist es notwendig, umfangreiche Ersatzflächen in neu zu errichtenden Gebäuden bereitzustellen, um den störungsfreien Betrieb der Universität zu gewährleisten. Im Herbst 2010 starten dazu die Arbeiten am Ersatzneubau Universitätsstraße (ENUS). Die Fertigstellung ist für 2013 geplant.

Das ENUS-Gebäude hat ein Finanzierungsvolumen von rund 130 Millionen Euro und wird aus Mitteln des Hochschulmodernisierungsprogramms des Landes Nordrhein-Westfalen finanziert. Es wird eine Nutzfläche von rund 40.000 Quadratmetern haben. Hier entstehen Räume für zentrale wissenschaftliche Einrichtungen der Universität Bielefeld sowie für Fakultäten, einschließlich der entsprechenden Fachbibliotheken, Hörsäle und Seminarräume.

Die rund 7.500 Quadratmeter große Mensa ist der größte Mensaneubau in Deutschland in den vergangenen 30 Jahren und wird sowohl die Mitglieder der Universität Bielefeld als auch der Fachhochschule Bielefeld versorgen. Für die Fachhochschule Bielefeld wird ab Herbst 2010 ein Ersatzneubau auf der Entwicklungsfläche Campus Nord (Areal „Lange Lage“) erstellt. Damit gelingt eine zukunftsorientierte Bündelung der bislang über die Stadt Bielefeld verteilten Nutzungen der Fachhochschule, zentral an einem attraktiven Entwicklungsstandort, in unmittelbarer Nähe zur Universität. Der Ersatzneubau wird rund 33.000 Quadratmeter Hauptnutzfläche haben und ein Finanzvolumen von ca. 158 Millionen Euro kosten. Weiterhin können neue Forschungsinstitute sowie Forschungs- und Entwicklungszentren der Universität auf dem Campus Nord entstehen, ebenso Ausgründungen der Hochschulen.


Die Entwicklungsgeschichte

Das Areal „Lange Lage“ umfasst ca. 14 Hektar und liegt zwischen zwei hochwertigen Wohngebieten und schützenswerten Landschaftsbestandteilen. Bereits 1993 hatte es einen ersten städtebaulichen Wettbewerb gegeben. Die damals prämierte Masterplanung wurde durch Teilbebauungspläne im Westabschnitt bereits realisiert. Inhalt des Wettbewerbs 1993 war die Entwicklung eines neuen Wohnquartiers und nicht näher definierter „universitärer und universitätsorientierter“ Nutzungsbausteine.

Durch ein 2006 zwischen BLB, der Stadt Bielefeld, der Universität Bielefeld und der Fachhochschule Bielefeld abgestimmtes raumbezogenes Entwicklungskonzept wurden wichtige Gemeinschaftsziele zur Zukunft der Bielefelder Hochschulen erarbeitet. Diese wurden zur Basis städtebaulicher Überlegungen und der zentralen Masterplanung im Rahmen eines Wettbewerbs. Dabei ging es einerseits um die Bedürfnisse der Hochschulen, andererseits um das Interesse des BLB als zukünftiger Vermieter an einem langfristig attraktiven Immobilienstandort mit einer funktionierenden Infrastruktur.

2007 wurde der städtebauliche Wettbewerb zur Entwicklung des neuen Hochschulcampus Bielefeld abgeschlossen. Durch das kooperative Wettbewerbsverfahren war die Öffentlichkeit intensiv in die Planungen eingebunden worden. Anwohner, Studierende und andere interessierte Bielefelder Bürgerinnen und Bürger beteiligten sich in vier öffentlichen Foren im Bielefelder Ringlokschuppen intensiv an der Ideenfindung. Diese produktive neue Form der Planungskultur hatte Modellcharakter für die Region.

Für den Auslober BLB zeichneten verantwortlich:

Für die Kooperationspartner waren verantwortlich:

 

Im Jahr 2008/2009 folgte ein beschränkter Wettbewerb für Generalplaner mit einem vorgeschalteten EU-weitem Bewerbungsverfahren, um dem neuen Gebäudekomplex der Fachhochschule Bielefeld ein repräsentatives, selbstbewusstes architektonisches Erscheinungsbild auf dem Hochschulcampus Bielefeld zu geben. Auslober war auch hier der Bau- und Liegenschaftsbetrieb Nordrhein-Westfalen, in Abstimmung mit der Fachhochschule Bielefeld, der Universität Bielefeld und der Stadt Bielefeld. In der Preisgerichtssitzung am 16. März 2009 wurde der Entwurf der Architekten Auer+Weber+Assoziierte aus Stuttgart einstimmig auf Rang 1 gesetzt.


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